Quartierverein Kempten

Jahresbericht 2006

40. Jahresbericht

Der Vorstand trat seit der letzten Generalversammlung siebenmal zusammen, dabei kamen eine ganze Menge verschiederartige Themen zur Sprache. Die wichtigsten Traktanden möchte ich Ihnen mit dem Jahresbericht näher bringen.

Veranstaltungen
Neben der Generalversammlung wurden die Mitglieder zu zwei Veranstaltungen eingeladen.

Fahrzeugmuseums Junod
Die Besichtigung des linkexternFahrzeugmuseums Junod in Bäretswil stiess auf unerwartet grosses Interesse. An den Führungen nahmen 41 Personen teil.

Firma Padma
Ebenso gross war die Beteiligung beim Besuch der linkexternFirma Padma im Feld, die Heilprodukte nach tibetanischen Repzepturen herstellt. Im Sommer war sogar seine Heiligkeit, der Dalei Lama, dort zu Gast. An zwei Führungen nahmen insgesamt 44 Personen teil, sechs mussten leider aus Platzgründen abgewiesen werden.

Einweihung der Feuerstelle im Kemptnerobel
Vor bald 30 Jahren erstellten Mitglieder des Quartiervereins im Frondienst auf der Wiese vor dem Giessenwasserfall zwei Feuerstellen mit Tisch und soliden Bänklein. Vom Bauamt erhielten wir die Mitteilung, dass auf Kosten der Gemeinde die „in die Jahren gekommene Anlage“ abgeräumt und eine komfortablere Raststelle errichtet werde. Damit wurde uns eine grosse Sorge abgenommen. Zur Einweihung spendierte der Quartierverein die Grillverpflegung und ein blumengeschmücktes Holzbürdeli für den neuen Grill.

Überführung der Burgstelle Kempten in die öffentliche Hand Mehrere hundert Jahre lang residierten die jeweiligen Edlen von Kempten in der Burg auf der heutigen Burgstelle. Im Zusammenhang mit der Melioration NO hätte die Möglichkeit bestanden, durch Landumlegung die Burgstelle Kempten in die öffentliche Hand zu überführen. Die jetzigen zwei Besitzer befürchteten aber die Entstehung eines Rummelplatzes. Der Gemeinderat teilte ihre Meinung und richtete kein Gesuch um Landumteilung ein. Erfreulicherweise können interessierte Besucher der historischen Stätte beim Besitzer eine Bewilligung einholen. Hansruedi Marchetti wohnt unmittelbar neben dem Burghügel im violettenblauen Haus.

Beschaffung von Fahnen zur Beflaggung von Strassen
Auf Anregung des Vereins linkexternWetzikon Aktiv sollen an stark befahrenen Strassen und Plätzen bei besonderen Anlässen Flaggen gehisst werden. Jeder Ortsteil soll die Beschaffung von Kandellabern und Fahnen selber an die Hand nehmen und bezahlen. Der Vorstand stimmt dem Vorschlag einstimmig zu. Die Kosten werden für unseren Verein maximal Fr. 1'000.—betragen.

Kindergartenschliessung Walenbach
Die Primarschulpflege hat im letzten Frühjahr beschlossen, den Kindergarten Walenbach zu schliessen. Die kleinen Kindergärtler erhalten im neuen Schuljahr einen gefährlicheren Schulweg:
  • 7 Kinder aus dem Gebiet Schornäglen müssen über die Pfäffikerstrasse in den Kindergarten an der Baumgartenstrasse
  • 8 Kinder vom Leisihaldenquartier müssen über die Tösstalstrasse zum Kindergarten an der Kindergartenstrasse
  • 7 Kinder von der Schwalbenstrasse müssen über die stark befahrene Hinwilerstrasse in den Kindergarten im Feld.
Die Eltern erhoben Rekurs und wandten sich zugleich an den Quartierverein.

Wir fanden die Schliessung des Kindergartens Walenbach als voreilig und empfahlen der Schulpflege den Ist-Zustand beizubehalten, da infolge der immensen Bautätigkeit in Kempten neue Schüler zu erwarten seien. Die Schulpflege blieb bei ihrem Beschluss, musste aber nach Erledigung aller Rekurse beim Zelgli Kreisel auf Gemeindekosten
einen Lotsendienst einrichten.

Verkauf des unter Schutz stehenden Bauernhauses Wigarten
Wie bekannt, wies die Gemeindeversammlung auf Vorschlag der RPK den Verkaufs-Vertrag mit der Stiftung Zürcher Eingliederung «Projekt Natura» zurück mit der Begründung, dass bei einer eventuellen späteren Einzonung des Landwirtschaftslandes (Streifen entlang der Schwalbenstrasse) die Gemeinde finanziell zu kurz komme. Die Käufer benötigen aber diesen Boden, weil dort nach ihrem Konzept eine Art landwirtschafliche Ausstellung erstellt werden soll.

Jubiläumsausflug Neat Sedrun
Am 14. Oktober 2007 findet dieser einmalige Anlass statt. Walter Kübler wird nach weiteren Abklärungen ein Programm ausarbeiten, dass ihnen dann unterbreitet wird.

Stellungsnahme zum Ochsen-Kreisel
Wie Sie der Presse entnommen haben, begrüsst der Vorstand die Erstellung eines Kreisels. Infolge des immensen Verkehrsaufkommens zweifeln wir an der Kapazität des Bauwerkes und wünschen flankierende Massnahmen. Eine sehr wirksame flankierende Massnahme ist die Verlängerung der teilweise bestehenden Weststrasse bis zur Pfäffikerstrasse.

Damit würde der Kreisel um ca. 30 % entlastet. Verkehrsteilnehmer aus dem Raume Hittnau und Pfäffikon könnten den Kreisel meiden, wenn sie ins Zentrum von Wetzikon oder Richtung Bertschikon Gossau fahren würden. Der Lastwagenverkehr ins Industrie-Quartier müsste sich nicht mehr durch die obere Stationsstrasse quälen, die Bewohner an dieser Strasse wären dankbar für eine bessere Lebensqualität.

Es ist kaum zu glauben, dass die Haltestelle für den Bus auf die stark befahrene Tösstalstrasse verlegt werden soll. Viele Fahrgäste lösen ihre Billete im Bus, dieser hält deswegen längere Zeit an. Der Stau hintendran ist ein Verkehrshindernis und eine unnötige Schikane. Der Kanton hat gegenüber der jetzigen Bushaltestelle Richtung Bäretswil ein eigenes Grundstück und eine Buseinbuchtung wäre dort ohne weiteres möglich. Neben einem flüssigeren Verkehrsablauf entstünde mehr Freiraum um den Ochsen herum.

Ich danke dem Vorstand für die kameradschaftliche Zusammenarbeit und den Mitgliedern für das Vertrauen, das Sie dem Vorstand immer wieder schenken.

Der Präsident:
Jakob Schneider